Was ist Lachgas?



Lachgas ist ein Sedativum, das beruhigend wirkt und die Schmerzwahrnehmung vermindert. Es zählt zu den schwachen Anästhetika, dessen Wirkung durch die Zugabe anderer Narkosemittel optimiert wird. Bei kurzen, mäßig schmerzhaften chirurgischen Eingriffen kann auf eine Spritze in einigen Fällen gänzlich verzichtet werden.
Der sedierte Patient fühlt sich entspannt und verspürt innere Ruhe, bleibt aber im Gegensatz zu einer Vollnarkose bei Bewusstsein. Seine Atmung wird ruhig und tief, Husten- und vor allem Würgereiz verschwinden fast völlig!
Die Wirkung tritt unmittelbar ein und ist ebenso schnell nach der Behandlung innerhalb von 5-10 Minuten komplett aufgehoben. Es ist nicht notwendig, nüchtern zur Behandlung zu erscheinen – größere Mahlzeiten unmittelbar vor Ihrem Termin sollten Sie jedoch vermeiden.

Anwendung von Lachgas


Bei Kindern sind Kooperationsbereitschaft und emotionale Reife wichtig, so dass sich die jungen Patienten freiwillig auf den Zahnarztstuhl legen und sich nicht gegen eine Lachgassedierung wehren.

Eine neue Studie in Deutschland belegt, dass mehr als 80% der Kinder, die erstmals eine Zahnbehandlung unter Lachgassedierung erlebt haben, auch beim nächsten Zahnarztbesuch nicht darauf verzichten möchten. Laut dieser Studie führte die Lachgassedierung bei 9 von 10 Patienten zum gewünschten Effekt.

Zusammenfassung


Lachgassedierung ist eine sichere Methodik für die Behandlung von Kindern und Patienten mit Zahnarztphobie. Die Anwendung von Lachgas empfiehlt sich nicht nur bei Kindern, Angstpatienten oder Patienten mit einem stark ausgeprägten Würgereiz, sondern ermöglicht fast allen Patienten eine entspannte und angstfreie Behandlung. Ebenso ist eine Lachgassedierung bei Patienten mit Nieren- oder Lebererkrankungen empfehlenswert.

Dr. med. dent. Grabowski Lachgas